Makuladegeneration (Stelle des schärfsten Sehens)

Bei der Makuladegeneration wird die Makula – der zentrale Bereich der Netzhaut für scharfes Sehen – zunehmend geschädigt. Im Makulazentrum Neuss sind Sie bei den Augenärzten Westblick in spezialisierten und erfahrenen Händen.

Was ist die Makula?

Die Makula – auch „gelber Fleck“ genannt – ist der zentrale Bereich der Netzhaut im Inneren des Auges. Sie ist die Stelle des scharfen Sehens: Alles, was Sie direkt ansehen, wird hier abgebildet. Deshalb ist die Makula besonders wichtig zum Lesen, zum Erkennen von Gesichtern, zum Wahrnehmen feiner Details und zum Unterscheiden von Farben. Bei einer Makuladegeneration wird genau dieser zentrale Netzhautbereich geschädigt. Betroffene beschreiben häufig, dass die Mitte des Bildes unscharf, verzerrt oder grau erscheint. Das Sehen am Rand des Gesichtsfeldes bleibt meist über längere Zeit erhalten, sodass eine Orientierung im Raum oft weiterhin möglich ist – das genaue Sehen ist jedoch eingeschränkt.

Makula-Erkrankungen erklärt

Im kurzen Video erläutern unsere Spezialisten Ursachen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten bei einer Makulaerkrankung.

Symptome, Warnzeichen und Risikofaktoren

Eine Makulaerkrankung kann anfangs unbemerkt bleiben. Neue Veränderungen des zentralen Sehens sollten zeitnah untersucht werden.

Verzerrtes Sehen:

Gerade Linien erscheinen plötzlich wellig, gebogen oder verzerrt.

Zentraler Sehfleck:

In der Bildmitte entsteht ein unscharfer, grauer oder dunkler Bereich.

Schwächere Kontraste:

Farben wirken blasser und das Sehen bei wenig Licht fällt schwerer.

Zunehmendes Alter:

Ab etwa 55 Jahren steigt das Risiko für eine altersbedingte Makuladegeneration.

Familiäre Vorbelastung:

Makuladegenerationen in der Familie können das persönliche Erkrankungsrisiko erhöhen.

Rauchen:

Rauchen gehört zu den wichtigsten beeinflussbaren Risikofaktoren.

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Haben Sie Fragen zu Ihrer Sehkraft oder möchten Sie einen Beratungstermin buchen? Wir sind an vier Standorten für Sie erreichbar – telefonisch, online oder direkt vor Ort.

Formen der Makulaerkrankung

Makulaerkrankungen haben unterschiedliche Ursachen. Am häufigsten ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD) in ihrer feuchten oder trockenen Form. Auch Diabetes und Gefäßverschlüsse können die Makula schädigen.

Feuchte Makuladegeneration

Bei der feuchten Form wachsen krankhafte, undichte Blutgefäße unter die Netzhaut. Aus diesen Gefäßen können Flüssigkeit oder Blut austreten und die Makula anschwellen lassen. Sehveränderungen treten dadurch häufig schneller auf: Linien erscheinen plötzlich verbogen, in der Bildmitte kann ein unscharfer oder dunkler Bereich entstehen. Eine zeitnahe augenärztliche Untersuchung ist hier besonders wichtig. In geeigneten Fällen können Injektionen in das Auge (IVOM) eingesetzt werden, um den Verlauf zu kontrollieren; eine Wiederherstellung der Sehkraft lässt sich damit nicht zusichern.

Trockene Makuladegeneration

Die trockene Form ist die häufigere Variante. In und unter der Netzhaut lagern sich Stoffwechselprodukte ab, zusätzlich verändert sich das Gewebe der Makula altersbedingt. Der Verlauf ist meist langsam und erstreckt sich oft über Jahre. Das Sehen in der Bildmitte kann allmählich unscharf werden, Linien können verzerrt erscheinen und Kontraste schwächer wirken. Auch die trockene Form kann fortschreiten oder in die feuchte Form übergehen – regelmäßige augenärztliche Kontrollen sind deshalb sinnvoll. Empfehlenswert sind außerdem eine ausgewogene Ernährung, Schutz vor starkem UV-Licht, der Verzicht aufs Rauchen und ein regelmäßiger Selbsttest mit dem Amsler-Gitter.

Diabetische Makulaerkrankung

Ein langjähriger oder schlecht eingestellter Diabetes kann die feinen Blutgefäße der Makula schädigen. Tritt Flüssigkeit aus, schwillt die Makula an (diabetisches Makulaödem) und das Sehen wird unscharf. Besonders gefährdet sind Menschen mit einem seit vielen Jahren bestehenden Typ-1-Diabetes, einem spät erkannten Typ-2-Diabetes, stark schwankenden Blutzuckerwerten oder Bluthochdruck. Behandelt wird meist mit Injektionen (IVOM); ebenso wichtig ist eine gute Einstellung von Blutzucker und Blutdruck.

Venenverschluss der Netzhaut

Verschließt sich eine kleine Vene der Netzhaut, staut sich das Blut und die Makula kann anschwellen. Das Sehen verschlechtert sich dann oft plötzlich. Risikofaktoren sind vor allem Bluthochdruck, Herzerkrankungen und ein Grüner Star. Behandelt wird häufig mit Injektionen (IVOM); zusätzlich sollten Blutdruck und Herzerkrankungen gut eingestellt sein.

So läuft die IVOM-Behandlung ab

Bei der IVOM (intravitreale operative Medikamenteneingabe) wird ein Medikament direkt in den Glaskörper des Auges gegeben. Es hemmt das Wachstum krankhafter Blutgefäße und das Austreten von Flüssigkeit. Eingesetzt wird die IVOM vor allem bei der feuchten AMD, beim diabetischen Makulaödem und nach einem Venenverschluss.

1. Betäubung

Ihr Auge wird mit Tropfen betäubt und für den Eingriff vorbereitet. So verläuft die Behandlung in der Regel schmerzarm.

2. Injektion

Mit einer sehr feinen Nadel wird das Medikament über die Lederhaut in den Glaskörper gegeben. Der Eingriff selbst dauert nur wenige Minuten.

3. Nachkontrolle

Die winzige Einstichstelle verschließt sich von selbst. Nach etwa drei Tagen kontrollieren wir Ihr Auge in einem Nachsorgetermin.

4. Wiederholung

Das Medikament wird im Auge nach einigen Wochen abgebaut. Die Behandlung wird deshalb in Abständen wiederholt und durch regelmäßige OCT-Untersuchungen begleitet.

Veränderungen frühzeitig untersuchen lassen

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Häufige Fragen zur Makuladegeneration

Mögliche Anzeichen sind verzerrt oder verbogen wirkende Linien, ein unscharfer, grauer oder dunkler Bereich in der Mitte des Bildes, Schwierigkeiten beim Lesen, ein schwächeres Kontrastsehen oder Probleme, Gesichter zu erkennen. Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausfallen und sich langsam oder rasch entwickeln. Sicherheit gibt nur eine augenärztliche Untersuchung, bei der die Netzhaut genau beurteilt wird.

Bei der trockenen Form verändert sich die Makula vor allem durch Ablagerungen und altersbedingte Prozesse, meist langsam über Jahre. Bei der feuchten Form wachsen zusätzlich undichte Blutgefäße unter die Netzhaut, aus denen Flüssigkeit oder Blut austreten kann – dadurch verändert sich das Sehen oft schneller. Welche Form vorliegt, zeigt die augenärztliche Untersuchung.

Eine Makuladegeneration kann das zentrale Sehen stark beeinträchtigen, sodass Lesen oder das Erkennen von Gesichtern deutlich erschwert ist. Das Sehen am Rand des Gesichtsfeldes bleibt dabei häufig über längere Zeit erhalten, sodass eine Orientierung im Raum meist weiterhin möglich ist. Wie stark sich das Sehen verändert, ist individuell verschieden und lässt sich nur im Verlauf beurteilen.

Die altersbedingte Makuladegeneration ist in der Regel eine chronische Erkrankung, die dauerhaft beobachtet wird. Welche Behandlung infrage kommt, hängt von der Form und dem Stadium ab. In geeigneten Fällen kann eine Therapie dazu beitragen, das Fortschreiten zu verlangsamen oder den Verlauf zu kontrollieren. Eine Heilung oder das Wiederherstellen bereits verlorener Sehkraft ist damit nicht möglich.

Am Anfang stehen ein Gespräch über Ihre Beschwerden und eine Prüfung der Sehschärfe. Anschließend wird die Netzhaut bei erweiterter Pupille untersucht und beurteilt. Ergänzend können Aufnahmen der Netzhaut sowie eine optische Kohärenztomografie (OCT) erfolgen, die die Makula in feinen Schichten darstellt. Je nach Befund kommen weitere Untersuchungen hinzu, wenn sie medizinisch notwendig sind.

Das Medikament wird im Auge nach einigen Wochen abgebaut. Deshalb wird die Behandlung in Abständen wiederholt – häufig über einen längeren Zeitraum, im Durchschnitt etwa sechsmal pro Jahr. Wie oft genau, richtet sich nach Ihrem Befund in den regelmäßigen OCT-Kontrollen. Bitte nehmen Sie diese Termine unbedingt wahr.

Ja. Ein langjähriger oder schlecht eingestellter Diabetes kann die feinen Blutgefäße der Netzhaut schädigen und zu einer Schwellung der Makula führen. Lassen Sie Ihre Augen bei Diabetes deshalb regelmäßig kontrollieren – auch ohne Beschwerden. Mehr zu diabetischen Netzhautschäden lesen Sie unter Netzhaut- und Glaskörperchirurgie.

Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, wenn gerade Linien verbogen erscheinen, sich Ihr zentrales Sehen verändert, ein neuer dunkler oder unscharfer Bereich in der Bildmitte auffällt oder das Sehen schlechter wird. Bei plötzlichen oder ausgeprägten Sehveränderungen sollten Sie sich umgehend augenärztlich untersuchen lassen – warten Sie in diesem Fall nicht auf einen späteren Termin.

 

Augenärzte Ratgeber – Gut informiert rund um Ihre Augengesundheit

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